Schritt 1: Impressum lesen
Jede in der Schweiz tätige Website ist gesetzlich verpflichtet, ein Impressum mit vollständigen Angaben zum Betreiber bereitzustellen. Dazu gehören Name, Adresse und eine erreichbare Kontaktmöglichkeit. Fehlen diese Angaben oder sind sie unvollständig, ist das ein ernstes Warnsignal. Eine Postfachadresse ohne Straßenangabe gilt nicht als vollständige Adresse.
Schritt 2: FINMA-Register und Warnliste prüfen
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) führt unter finma.ch ein öffentlich einsehbares Register aller in der Schweiz lizenzierten Finanzdienstleister. Daneben gibt es eine Warnliste mit Anbietern, vor denen die FINMA ausdrücklich warnt. Die Suche ist kostenlos und dauert keine zwei Minuten. Es empfiehlt sich, sowohl den Firmennamen als auch die Betreiberadresse zu suchen.
Schritt 3: Nutzungsbedingungen auf Haftungsklauseln prüfen
Der Abschnitt zur Haftung in den Nutzungsbedingungen ist oft aufschlussreicher als die gesamte Startseite. Schließt der Betreiber jede Haftung für Verluste aus und verweist gleichzeitig auf Handelsergebnisse anderer als Orientierung? Das ist ein Widerspruch, der Fragen aufwirft. Lesen Sie außerdem den Abschnitt zur Datenweitergabe — besonders, ob Daten an Dritte übermittelt werden und wenn ja, an wen.
Schritt 4: Datenschutzerklärung auf DSGVO-Konformität prüfen
Auch wenn die Schweiz nicht zur EU gehört, orientiert sich das schweizerische Datenschutzrecht an europäischen Standards. Eine seriöse Plattform nennt den Verantwortlichen für die Datenverarbeitung, die Zwecke der Verarbeitung und die Rechte der Nutzer. Fehlt einer dieser Punkte, ist die Erklärung unvollständig.